Publireportage
Internationale Artisten, wagemutige Akrobaten und die edlen Pferdedarbietungen der Familie Knie verschmelzen mit Schweizer Comedy zu einer fantastischen Show. Die diesjährige Tournee des Circus Knie ist ein Riesenerfolg. Der Nationalzirkus gastiert vom 31. Juli bis 17. August in Bern. Wir haben mit Géraldine Knie, artistische Direktorin des Schweizer Nationalzirkus Knie, über ihre grosse Leidenschaft, die Show, die Artisten und die Ansprüche des Publikums gesprochen. Sie gibt einen Einblick in die fantastische Welt in und hinter der Manege.

Der Circus Knie wird in der siebten Generation von Ihnen, Géraldine Knie, als artistische Direktorin, Ihrem Ehemann Maycol Errani als technischem Direktor und Doris Knie als administrativer Direktorin geleitet. Sie kreieren immer mit viel Herzblut eine neue Show. Was steht in der aktuellen Show im Fokus?
Géraldine Knie: Die aktuelle Show ist für mich eine Herzensangelegenheit, da sie sehr emotional ist und viele Neuerungen enthält. Ich konnte meine Träume verwirklichen mit den Kinetic-Ball-Lichtern und dem LED-Boden, die für noch mehr Magie sorgen und das Publikum verzaubern. Sie rücken jeden unserer Artisten noch mehr in das richtige Licht und werten die Performances auf. Diese Neuerungen waren eine sehr grosse Challenge für uns, vor allem die technische Umsetzung, die auf uns massgeschneidert werden musste. Auch finanziell war es eine grosse Herausforderung, da wir alles selbst finanzieren, aber mir und meinem Ehemann ist es das wert. Wir wollen unserem treuen Schweizer Publikum jedes Jahr etwas Neues zeigen und Emotionen und Magie versprühen. Nach zehn Städten können wir sagen, dass die Show ein riesiger Erfolg ist. Ich bin glücklich und dankbar, dass sie dem Publikum genauso gut gefällt wie mir. So gut wie alle Shows waren ausverkauft und das bestätigt uns in unserem Bestreben, den Besucherinnen und Besuchern Freude und Glück zu schenken. Sie sollen für zweieinhalb Stunden abschalten können und unser Zirkuszelt anschliessend mit «happy feelings» verlassen.
Welches Feedback haben Sie jetzt auf die diesjährige Show bekommen?
Wir spüren durch das Band extreme Begeisterung bei unserem Publikum. Wir haben viele Rückmeldungen erhalten, dass die aktuelle Show die beste überhaupt sei – das freut uns sehr. Wir geben jeden Tag das Beste für unser Publikum, um es für ein paar Stunden glücklich zu machen. Ich persönlich liebe diese Show, da es sehr viele schöne und emotionale Momente gibt.
Was hat bei Ihrer Arbeit und Ihrem Programm oberste Priorität?
Die oberste Priorität ist es, unserem Publikum das Beste aus der Artisten- und Show-Welt zu bieten und dafür geben wir alles. Zudem ist es für mich persönlich ganz wichtig, dass wir alle Besucherinnen und Besucher begeistern und glücklich machen können, vor allem auch die Kinder. Unser Publikum ist zwischen 2 und 100 Jahren alt, es sind so viele verschiedene Geschmäcker dabei – deshalb ist es eine grosse Herausforderung, allen gerecht zu werden. Das besorgt mir auch mal eine schlaflose Nacht, aber dieses Jahr scheint uns das gelungen zu sein. Wir möchten uns jedes Jahr aufs Neue übertreffen. Ich habe das Privileg, dass mein Ehemann Maycol Errani und meine Cousine Doris Knie sowie meine Kinder in der 8. Generation der Dynastie alle am gleichen Strick ziehen. Wir haben alle die gleichen Prioritäten und Ziele. Meine Kinder Ivan, Chanel und Maycol junior bringen sich schon tatkräftig mit ein – das zu sehen, erfüllt mich mit sehr viel Stolz. Ich muss mir also keine Sorgen um die Zukunft des Circus machen.
Sie haben Ihr ganzes Leben im Circus verbracht. Was bedeutet Ihnen der Circus?
Seit ich denken kann, ist der Circus mein Leben. Wenn ich nur schon daran denke, habe ich Herzklopfen (natürlich im guten Sinne), denn der Circus ist meine grosse Leidenschaft. Sie wurde mir in die Wiege gelegt, genauso wie meinen Kindern Ivan, Chanel und Maycol junior. Sie sind mit viel Herzblut dabei. Natürlich ist es ein intensives Leben, denn wir haben zum Beispiel keine Wochenenden, aber es ist gut so – denn ich kann meine Träume verwirklichen. Dabei werde ich tatkräftig von meinem Ehemann Maycol unterstützt, denn er sorgt dafür, dass meine Träume technisch umgesetzt werden können.
Ebenso gehört Ihre grosse Passion den Pferden. Welche Bedeutung haben die Pferde im Schweizer Nationalzirkus und was fasziniert Sie an diesen schönen Tieren besonders?
Pferde sind wunderbare Tiere. Sie faszinieren mich mit ihrer Schönheit und ihrer Kraft und gehören seit ich denken kann zu meinem Leben. Sie sind Familienmitglieder – das war schon zu den Zeiten meines Grossvaters so. Die Pferde gehören zur Familie Knie. Das war in der 5. und 6. Generation schon so und wird auch in der 7. und 8. Generation genauso weitergelebt.

Wie viele Artist/innen treten dieses Jahr auf?
Dieses Jahr sind es 58 Artistinnen und Artisten aus 14 verschiedenen Ländern. Es ist immer wieder faszinierend für mich, wie gut das Zusammenleben und das gemeinsame Arbeiten funktioniert. Das würde ich mir auch für den Rest der Welt wünschen; dass mehr Harmonie und Kulanz herrscht untereinander, kein Stress und keine Eifersucht. Seit ich auf der Welt bin, hat im Circus jeder Mitarbeitende den gleichen Stellenwert, sei es ein Zeltmitarbeitender oder eine Artistin. Es werden alle gleich behandelt und es macht mich traurig, dass das nicht überall so ist.
Sie wechseln die Artist/innen von Tournee zu Tournee. Wie wichtig ist es, international in der Artistenwelt vernetzt zu sein, um Wunsch-Künstler/innen engagieren zu können?
Für uns ist es seit Beginn unseres Schaffens vor über 100 Jahren das oberste Ziel, dem Publikum die besten Artistinnen und Artisten zu zeigen. Wir halten deshalb unsere Augen immer offen, reisen an Veranstaltungen und betreiben Internet-Recherche, um dieses Ziel jedes Jahr aufs Neue zu erreichen. Glücklicherweise geniessen wir einen sehr guten Ruf in der Circus-Welt, denn für viele Artistinnen und Artisten ist es ein grosses Highlight, eine Saison mit uns unterwegs zu sein. Oftmals werden von unserer Seite Anpassungen an Kostümen, Musik und Choreographien gemacht, damit die Nummer dann 100-prozentig zu uns und in die Show passt, aber genau das wird von den Artisten sehr geschätzt, denn sie können für ihre weitere Laufbahn davon profitieren.
Das Freizeitangebot ist immens. Was fasziniert die Menschen am Zirkus und wie schaffen Sie es, jedes Jahr eine grossartige Show vor gefüllten Bänken auf die Beine zu stellen?
Das ist eine sehr grosse Herausforderung. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht auch Zukunfts- oder manchmal Existenzängste hätte. Unser sehr treues Schweizer Publikum zeigt uns aber dieses Jahr, dass wir wieder auf einem sehr guten Weg sind und es geschafft haben, es zu begeistern. Wir haben den Anspruch, jedes Jahr etwas Neues zu kreieren und das Publikum zu begeistern. Das ist unsere Leidenschaft und wir scheuen dabei keinen Aufwand. Ein ganz wichtiger Punkt sind Investitionen – denn uns ist es wichtig, die Einnahmen kontinuierlich zu investieren und damit etwas zu schaffen, das dem Publikum gefällt.
Wie haben sich die Ansprüche des Publikums mit der Zeit verändert?
Unser Publikum zeigt uns seit Jahren, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Auf der aktuellen Tournee, egal in welcher Show, hat es uns seinen Dank mit «Standing Ovations» gezeigt. Dieses Feedback unserer Besucherinnen und Besucher zeigt uns, dass wir mit der Zeit gehen und ihnen immer innovative Sachen präsentieren.
Der Zirkus entwickelt sich generell immer weiter. Wo müssen Sie sich dem Zeitgeist anpassen?
Wir versuchen uns stets anzupassen und immer etwas Neues zu kreieren. Ich weiss nicht, wohin die Reise uns in zehn Jahren führt. Ich bin kein Hellseher, aber wir versuchen uns ständig zu verbessern und unsere Shows zu optimieren. Dafür ist natürlich konstruktive Kritik immer hilfreich. So unterstützt uns unser Publikum, zu spüren, was ihm gefällt und was nicht. An dieser Stelle einen grossen Dank an unser treues Schweizer Publikum, das uns hilft, uns stetig zu verbessern.
Sie sind nicht nur Künstlerin, sondern auch Unternehmerin. Wie bringen Sie das unter einen Hut?
Es ist eine sehr grosse Ehre für mich, dass ich das Unternehmen weiterführen darf. Mein grosses Ziel ist es, dass es mindestens nochmals 100 Jahre überlebt.
Was sind die grossen Herausforderungen Ihres Unternehmens?
Die Corona-Pandemie war eine sehr grosse Herausforderung, daher – bitte keine Pandemie mehr!
Was wünschen Sie sich für die diesjährige Saison des Nationalzirkus?
Ich wünsche mir, dass die aktuelle Tournee bis zum letzten Tag am 4. Januar 2026 in Luzern genauso weitergeht wie bis jetzt. Ich bin wunschlos glücklich!
Interview: Corinne Remund




